Geographie & Geologie

Küste auf Galapagos
Felsformation "Pinnacle Rock" - die Felsnadel
Stricklava auf Galapagos
roter Strand von Rabida
Galapagos

Galapagos – Geographie

Der Galápagos-Archipel oder offiziell „Archipiélago de Colón“ gehört zu Ecuador und liegt 1.000 km vor der Westküste Südamerikas direkt am Äquator und umfasst 13 Hauptinseln, die größer als 5 Quadratkilometer sind, sechs kleinere Inseln (1 – 5 Quadratkilometer) sowie mehr als 40 Eilande. Die Inseln liegen zwischen dem 90. und 92. westlichen Längengrad sowie zwischen 1° nördlicher und südlicher Breite. Innerhalb des Archipels sind die Distanzen beträchtlich, die Nord-West Ausdehnung beträgt 430 km und die West-Ost Ausdehnung 200 km. Die größte Insel ist Isabela mit einer Fläche von 4.710 Quadratkilometer. Die Inselwelt bedeckt insgesamt eine Landfläche von 7.882 Quadratkilometer. Die Inseln gehören zu Ecuador und bilden die gleichnamige Provinz Galápagos mit der Hauptstadt Puerto Baquerizo Moreno. Fünf Inseln sind besiedelt: Santa Cruz (24.000 Einwohner, Stand 2011), San Cristóbal (ca. 9.000, Stand 2011), Isabela (1.200, Stand 2011), Floreana (Santa Maria) (150, Stand 2011) und Baltra (Seymour Sur) (keine Wohnbevölkerung, aber Militärstützpunkt mit Kasernen für 400 Soldaten und Angehörige der Küstenwache). Auf den Inseln lebten 2009 offiziell 25.000 Einwohner. Inzwischen (2011) ist deren Zahl durch kontinuierlichen Zuzug vom Festland auf weit über 30.000 Einwohner gestiegen. Dies wird von der Nationalparkverwaltung kritisch beurteilt. Durch das mit Abstand höchste Pro-Kopf-Einkommen aller Provinzen in Ecuador und der geringsten Kriminalität, sind die Inseln trotz Zuzugsverbot weiter das Ziel von inländischen Wirtschaftsflüchtlingen.

Die außerordentliche und einmalige Flora und Fauna der Inseln gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO. Sie werden durch den Nationalpark der Galápagos-Inseln geschützt. Etwa 97 % der Fläche der Galápagos-Inseln und 99 % der sie umgebenden Gewässer innerhalb der Ausschließlichen Wirtschaftszone stehen dadurch unter strengem Naturschutz. Die landwirtschaftliche Nutzung und die Fischerei sowie das Betreten der Inseln und Befahren der Gewässer sind streng reglementiert und werden durch die Nationalparkverwaltung mit Sitz in Puerto Ayora (Santa Cruz) kontrolliert.

Galapagos - Geologie

Die Galápagos Inseln sind ozeanische Inseln vulkanischen Ursprungs. Die Inseln sind vom Meeresboden aus „gewachsen“. Die jüngsten Galápagos-Inseln Fernandina und Isabela besitzen die aktivsten Vulkane; sie befinden sich ziemlich genau über dem Hot-Spot und ihr Gestein ist nicht älter als 700.000 Jahre. Als Hot-Spots, die gemeinsam mit der Plattenbewegung die Ursache der Entstehung der Inseln sind, werden ortsfeste Wärmezonen im Erdmantel bezeichnet. Über diese Wärmepunkte bewegen sich die Kontinentalplatten hinweg, dabei wird immer wieder Lava aus den Hot Spots durch die Platten gedrängt und an der Erdoberfläche entstehen Vulkane. Die ältesten Mineralien wurden auf Española im Südwesten gefunden; sie sind über 3,3 Millionen Jahre alt. Trotzdem sind die Inseln aus geologischer Sicht als „jung“ zu bezeichnen.