Cajas Nationalpark

Cajas Nationalpark

Etwa 30 km westlich von Cuenca liegt der 1977 gegründete 2.854 km² große Cajas Nationalpark. Der Volksmund sagt, dass der Name des Nationalparks von den vielen Seen – es gibt 235 im Gebiet des Parks – die wie Schachteln (spanisch: cajas) aussehen, stammt. Wahrscheinlicher ist es aber, dass der Name von dem Quechua-Wort „caxas“ (kalt) abgeleitet wurde. Besonders nachts und während der Trockenzeit von August bis Januar (wobei auch hier immer mit Niederschlag gerechnet werden muss) kann es sehr kalt werden. Das Klima ist sehr wechselhaft und nachts fallen die Temperaturen bis unter den Gefrierpunkt.

Der Cajas Nationalpark ist geprägt von gold-schimmernder, moorähnlicher Hochland-Landschaft (Paramo), welche auf Höhen zwischen 3.150 und 4.445 m von vielen Seen durchzogen ist. Das sehr feuchte Gebiet versorgt die Flüsse, die nach Cuenca fließen, mit Wasser. Der Park ist auch ein wichtiges Schutzgebiet für Vögel, Säugetiere und Pflanzen. Es gibt rund 500 vaskuläre Pflanzen aufgeteilt in 243 Gattungen und 70 Familien. Zumindest 16 der vaskulären Pflanzen im Cajas Nationalpark sind hier endemisch und weitere 71 endemische Pflanzen aus Ecuador können hier gefunden werden, unter anderem endemische Gattungen der Polylepsis und Valeriana. 

Trotz des kühlen Klimas aufgrund der hohen Lage des Nationalparks gibt es auch eine vielfältige Tierwelt mit 152 Vogelarten, 43 Säugetierarten, darunter ein endemisches Opossum, 15 Amphibien- und 4 Reptilienarten. Die Vogelwelt wird vor allem durch Vertreter der Familien:

  • Trochilidae (Kolibris),
  • Tyrannidae (Sperlingsvögel oder Neuweltfliegenschnäpper) und 
  • Thraupidae (Tangare) repräsentiert.

Unter ihnen finden sich einige seltene Vögel deren klangvolle Namen ihre Schönheit wiederspiegeln, wie z. B. den

  • Salvinpapagei,
  • den Grünroten Andenkolibri und
  • die Purpurkehl-Sonnennymphe.
Lamas im Cajas Nationalpark

Im Jahr 2002 wurde der Nationalpark zusätzlich zu einem Feuchtgebiet, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung (RAMSAR) erklärt. Zudem wurde der Cajas Nationalpark im Jahr 2013 von der UNESCO zu einem Biosphärenreservat erklärt, um hier eine nachhaltige Entwicklung in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht zu verwirklichen.

Abenteuerlustige mit etwas mehr Zeit können (möglichst mit einem erfahrenen Führer) tiefer in den Nationalpark vordringen und dort auf Inkawegen wandern und Ruinen aus der Inka und Pre-Inka Zeit entdecken, wie die Paradones Ruinen bei Molleturo

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Ecuador

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  • Trekkingabenteuer in geheimnisvoller Lagunenlandschaft
  • Atemberaubende Paramo-Landschaften und interessante Tierwelt
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