Manglares Churute Ökoreservat

Am Besten erkundet man Churute im Kanu
Silberreiher
Kormorane und Rosalöffler
Ibise

Das ökologische Reservat Manglares Churute wurde 1979 mit einer Fläche von 55.212 ha gegründet. Durch seine Lage direkt am Meer umfasst das Reservat Gebiete mit Höhen von 0 bis 700 m im Hinterland bei einer Jahresdurchschnittstemperatur von 28 °C. Im Jahr 1990 wurde das Reservat zusätzlich zu einem Feuchtgebiet, insbesondere als Lebensraum für Wasser- und Watvögel, von internationaler Bedeutung (RAMSAR) erklärt. Neben den namensgebenden Mangroven (Manglares) die den Großteil des Reservats formen, finden sich in dem auch Seen, wie die Laguna El Canclón und die Hügel der Cordillera de Churute im Hinterland. Das Reservat liegt an der Küste im inneren Mündungsgebiet des Golfs von Guayaquil, geformt durch den Fluss Guayas. Hier mischt sich Salzwasser des Meeres mit dem Süßwasser des Guayas und den kleineren Flüssen Taura, Churute, Cañar und Naranjal, die hier ein Netz aus Kanälen und Inseln formen.

Insgesamt wurden bisher 450 Pflanzenarten im Reservat registriert. Die Flora an der Küste besteht vorwiegend aus Mangroven-Wäldern mit der Schwarzen Mangrove, der Roten Mangrove, der Weißen Mangrove und Knopfmangrove, es können aber auch grüne Wasserrosen, Dickstielige Wasserhyazinthe und Totora-Schilf entdeckt werden. Im höheren Hinterland findet man je nach Höhenlage tropischen Trockenwald in den unteren trockenen und wolkenfreien Bereichen, und tropischen Tieflandregenwald in den höheren feuchten Gebieten. Die Fauna ist typisch für dieses Habitat und setzt sich aus 45 Säugetierarten und 300 Vogelarten zusammen (es gibt noch keine Studie über die Reptilien und Amphibien). Bei einem Besuch des Reservats hat man gute Möglichkeiten die typischen Bewohner der Mangroven, wie Krabben, Muscheln, Kormorane, Hornwehrvögel, Reiher, Schneesichler, Fischadler, Rallenkraniche, Fregattvögel, Flamingos und Pelikane, sowie in der Zeit von Juni bis November oftmals auch Delphine zu sehen. In den höheren Regionen sind im tropischen Wald auch Brüllaffen, Weißstirnkapuzineraffen, Krabbenwaschbären, Faultiere und sogar eine endemische Eichhörnchenart (Sciurus stramineus) heimisch und mit etwas Glück kann man einen Baumfrosch, einen grünen Leguan oder sogar ein Spitzkrokodil entdecken.

Es gibt mehrere Rundwege die durch das Reservat führen. Die beste Form die Mangroven zu erkunden ist allerdings bei einem Ausflug mit dem Kanu.