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Quito und Umgebung

Die historische Altstadt von Quito gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und hat viel an kolonialem Baustil zu bieten, was man alles gut zu Fuß in der Altstadt besichtigen kann. Außerdem kann man eine Städtebesichtigung Quitos mit einer Weiterreise auf die Galapagos-Inseln verbinden. Wer Quito besucht, muss wissen, dass es sich mit 2.850 Meter über dem Meer um die höchste Hauptstadt der Welt handelt. Für Reisende ist es daher besonders wichtig bereits im Vorfeld für eine Akklimatisierung zu sorgen.

Lage und die drei Hauptviertel von Quito

Quito liegt im zentralen Andental. Die Stadt, etwa 60 km lang und 4 km breit, verläuft fast genau in Nord-Südrichtung, hat heute ungefähr 1,7 Millionen Einwohner (Großraum 2,3 Millionen) und liegt auf durchschnittlich 2.850 m über dem Meeresspiegel.

Quito besteht aus drei Hauptvierteln:

  • Der Norden ist der modernere Stadtteil mit Einkaufszentren, Büros, Botschaften, Banken, den besten Hotels, Bars und Restaurants. Hier liegen auch die Wohnviertel der Mittel- und Oberklasse. Die Hauptachse ist die Avenida Amazonas.
  • Die Altstadt mit ihrem historischen spanischen Kolonialkern liegt im Zentrum Quitos.
  • Im Süden konzentriert sich die Mehrheit der Bevölkerung und ein Großteil des Gewerbes ist hier angesiedelt.

Akklimatisierung und Klima in Quito

Quito – „Die Stadt des ewigen Frühlings“

Wer aus niederer gelegenen Regionen oder direkt von Meeresspiegelhöhe ankommt, kann in der Höhe anfangs etwas kurzatmig werden. Gleich nach der Ankunft sollte man es mit der Ruhe nehmen, leicht essen, lieber aufs Rauchen und auf Alkohol verzichten, sich nicht überanstrengen, viel ausruhen und reichlich Flüssigkeit zu sich nehmen.

Klima, Wetter und Temperaturen in Quito

Das Klima in Quito ist trotz seiner Lage am Äquator aufgrund der Höhenlage gemäßigt, weshalb es auch als „kalttropisch“ bezeichnet wird. Die Temperaturen schwanken innerhalb eines Tages deutlich stärker als über das Jahr (sog. Tageszeitenklima). Diese liegen zwischen etwa 6/7 °C in den Nachtstunden und können bis zu 24/25 °C an warmen Tagen steigen. Meist liegen die Tagestemperaturen zwischen 18 und 21 °C, weshalb Quito auch als „Stadt des ewigen Frühlings“ bezeichnet wird.

Zwei Regenzeiten in Quito

Die Jahresniederschlagsmenge liegt bei etwa 1.250 mm. Von September bis November und von Januar bis April gibt es jeweils Regenzeiten, von denen die erste etwas stärker ausgeprägt ist. Obwohl diese Regenzeiten „Winter“ genannt werden, sind die Temperaturunterschiede zu den übrigen Monaten nur gering. Allerdings haben die Tage aufgrund der Regenfälle weniger Sonnenstunden. Es regnet in der Regel gegen Mittag und anschließend scheint häufig erneut die Sonne.

Tageslänge in Quito

Aufgrund der Lage am Äquator sind die Tage das ganze Jahr über etwa gleich lang. Die Sonne geht zwischen 6:15 Uhr und 6:30 Uhr auf und gegen 18:30 bis 18:45 Uhr unter. Die Dämmerungsphase ist sehr kurz.

Sehenswürdigkeiten in Quito

  • Auf dem Rundgang durch die engen Gassen des centro historico erkundet man viele sakrale Gebäude wie die Kirchen El Sagrario undLa Compañía de Jesús (aus Vulkangestein erbaut und mit Blattgold geschmückt) sowie den Plaza San Francisco.
  • Der Präsidentenpalast auf dem Plaza Grande
  • Das Ausgehviertel Mariscal mit Kneipen und Cafés
  • Nicht nur anschauen, auch machen: Verschiedene Stadtführungen bieten die Möglichkeit, sich selbst an handgeschöpfter Schokolade zu versuchen

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Aktivitäten in Quitos Umgebung

Ihre luftige Höhe macht die Stadt Quito auch zu einem idealen Ausgangsort für Ausflüge ins nahe gelegene Andenland.

Zum Vorgipfel des Guagua Pichincha entlang des Randes der CalderaPichincha und Seilbahn „TelefériQo“

Der Pichincha ist der „Hausberg“ von Quito. Der Vulkan besitzt zwei Gipfel, von denen der Rucu Pichincha (4.690 m) näher an der Stadt liegt als sein etwas höherer Bruder Guagua Pichincha (4.794 m). Der Guagua Pichincha war 1999 sehr aktiv und brachte der Stadt einen Ausbruch inklusive Ascheregen und Teilabbruch des Kraterrands. Der Rucu Pichincha ist relativ leicht (bei richtiger Akklimatisierung) in einer Tagestour zu besteigen. Besonders seit der Fertigstellung der Seilbahn TelefériQo ist die Besteigung schneller und einfacher geworden. Mit der Seilbahn geht es auf eine Höhe von 4.100 m zur Bahnstation Cruz Loma von wo man – auch ohne große Wanderungen – an klaren Tagen einen herrlichen Blick hat und einen Eindruck der Dimensionen Quitos sowie der umliegenden Vulkane gewinnt. Von hier aus kann man in einer Bergtrekking-Tour den Rucu Pichincha erklimmen.

Am Äquatordenkmal „Mitad del Mundo“Mitad del Mundo – Die „Mitte der Welt“

Von Quito 25 km Richtung Norden befindet sich das Äquatordenkmal „Mitad del Mundo“. Das 30 m hohe Monument erinnert an die französisch-spanische geodätische Expedition von 1736 bis 1744, die unter der Leitung von Charles de la Condamine die Position des Äquators festlegte. Hier können Sie mit einem Bein auf der Nord- und mit dem anderen Bein auf der Südhalbkugel der Erde stehen. Des Weiteren können Sie bei einem Besuch des Sonnenmuseums (Intinan) viel über die Kultur und vor allem das Wissen der Kulturen am Äquator erfahren. So haben die Inkas schon mehr als 200 Jahre vor der Expedition von Condamine den Äquator mit einfachsten Mitteln exakt berechnet.

Geobotanisches Reservat Pululahua

Nur wenige Kilometer weiter nördlich des Denkmals der „Mitte der Welt“ befindet sich der größte besiedelte Krater Südamerikas (3.200 ha), ein bewaldeter Naturpark inmitten einer wundervollen Landschaft. Das Pululahua Geobotanische Naturreservat ist das einzige Schutzgebiet seiner Art in Ecuador.

Mercado de Ponchos in OtavaloAndendorf Otavalo

Etwa 90 km nördlich von Quito (etwa 2,5 Stunden Fahrtzeit) befindet sich der bekannteste und größte indianische Kunsthandwerksmarkt in Ecuador, mit einer Vielfalt von Farben und Formen – ein Einkaufserlebnis im Herzen der ecuadorianischen Anden.

Nebelwald von Mindo („Mindo Cloud Forest“)

Etwa 80 km nordwestlich von Quito (etwa 2 Stunden Fahrtzeit) liegt Mindo, ein für den Ökotourismus wichtiges Gebiet, das wegen seiner Flora und Fauna bekannt ist. Dazu zählen speziell Orchideen, Kolibris und Schmetterlinge. Die Region gilt als eine der artenreichsten der Welt.

Thermalquellen von Papallacta

In den 60 km östlich von Quito entfernten, in der Moorlandschaft des Hochgebirges gelegenen Thermalquellen – der schönsten Badeanlage des Landes – können Sie jeglichen Stress hinter sich lassen, in Thermalbecken entspannen oder sich eine Massage gönnen, während Sie sich bei gutem Wetter am Anblick des schneebedeckten Vulkans Antinsana (5.758 m) erfreuen.

Gipfel CotopaxiNationalpark Cotopaxi

50 km südlich von Quito befindet sich der 5.897 m hohe Cotopaxi, Ecuadors höchster aktiver Vulkan. Der Nationalpark Cotopaxi ist von kolonialen Hazienden umgeben, von denen aus man Wanderungen, Fahrradtouren, Reitausflüge und Trekkingtouren unternehmen kann. Bewundern Sie Andenmöwen, Kaninchen, wilde Pferde und die tundrenartige Vegetation am See Limpiopungo und steigen Sie zum Refugium der Bergsteiger auf über 4.800 m auf.

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Für den Abend sind eine warme Jacke oder Pullover empfehlenswert. Das Anziehen mehrerer Lagen übereinander ist ideal. Nachmittags regnet es öfters, weshalb wir Regenkleidung und/oder einen Regenschirm empfehlen.

Geschichtliche Hintergründe zu Quito

Der Legende nach wurde Quito von einem Häuptling namens Quitumbe gegründet.

Zwei Versionen des Gründungsmythos von Quito

Einer Version des Gründungsmythos zufolge überlebten Quitumbe und seine Lebensgefährtin Llira als einzige eine Sintflut, indem sie sich auf den Rucu Pichincha retteten. Nach dem Rückzug des Wassers wurden sie Stammvater und -mutter der Quitu.

Nach einer anderen Version war Quitumbe Sohn des Häuptlings eines Volksstammes, der über das Meer zur Bucht von Caráquez (im heutigen Manabí) kam. Hiernach gründete er zunächst die Stadt Tumbes und zeugte mit Llira – einer Huancavilca-Prinzessin von der Insel Puná – einen Sohn, bevor er einer Feder folgend ins Andenhochland zog und dort, wo sich die Feder zu Boden senkte, eine Siedlung und ein Reich gründete.

Gründung der heutigen Altstadt von Quito – „San Francisco de Quito“

Im Zuge der Konquista wurde 1534 das Andenhochland des heutigen Ecuador von den Spaniern erobert. Am 06.12.1534 gründete der Konquistador Sebastián de Belalcázar in den Resten des alten Quito mit 202 weiteren Spaniern im Zentrum der heutigen Altstadt die Stadt „San Francisco de Quito“. Der erste Gouverneur, Belalcázar, folgte bei der Anlage der Straßen dem von der spanischen Krone vorgegebenen Gitternetz, was sich noch heute in den zum Teil extrem steilen Straßenverläufen in der Altstadt von Quito bemerkbar macht. Die heutige Plaza de Independencia übernahm dabei die Rolle der Plaza de Armas. Ganze Planquadrate der Stadt wurden religiösen Orden zur Errichtung von Klöstern und Kirchen übertragen. Der im ersten Jahrhundert der Stadtgeschichte entstandene Grundriss blieb in den nächsten Jahrhunderten weitgehend unverändert und erfuhr kaum Erweiterungen. Bis ins 19. Jahrhundert hinein blieb das Stadtgebiet weitgehend auf die koloniale Altstadt bzw. das Gebiet zwischen dem Ejido-Park im Norden und der heutigen Avenida 24 de Mayo im Süden begrenzt.

Von Modernisierungsprozessen und der Landflucht

Ein umfassender Modernisierungsprozess in Form von Elektrifizierung, Wasserversorgung und Asphaltierung der Straßen setzte erst im 20. Jahrhundert ein. Er konnte aber mit dem massiven Stadtwachstum nicht mithalten, das sich seit den 1930er Jahren beschleunigte und in den 1970er Jahren seinen Höhepunkt fand, als Quito durch die Erschließung der Erdölvorkommen im Amazonastiefland und dem daraus finanzierten rapiden Ausbau des Staatsapparats an Größe gewann. Die Landflucht hatte seit den 1960er Jahren besonders die Bildung von Siedlungen auf großer Fläche vor allem im Süden der Stadt, aber auch im Norden zur Folge. Nördlich des alten Zentrums bildeten sich Wohn- und Geschäftsviertel mittlerer und höherer Einkommensklassen, während das koloniale Zentrum von der Oberschicht verlassen und von armen Zuwanderern bewohnt wurde. 1978 wurde das historische Zentrum von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.